Das Thema Silizium ist sehr komplex. Da Silizium selbst in der Natur in den unterschiedlichsten Verbindungen und Zuständen auftaucht, wird im Folgenden kurz auf den allgemeinen Sprachgebrauch eingegangen.
Zur Vereinfachung dieses komplexen Themas ist in Verbindung mit Gewässern erst einmal die Kieselsäure gemeint.
Diese kommt in allen Gewässern vor und wird vor allem von Kieselalgen als Grundbaustein zum Aufbau derer Gehäuse genutzt.
Im landläufigen deutschen Sprachgebrauch meint man, wenn man von Silikaten im Wasser spricht, die Summenformel SiO2 (Siliziumdioxid), was sachlich nicht korrekt ist.
(Siliziumdioxid ist unter anderem auch ein wesentlicher, aber nicht der alleinige Bestandteil der Gehäuse von Radiolarien, Diatomeen und Schwämmen).
Bei SiO2 handelt es sich nicht im Silikat im eigentlichen und chemischen Sinne.
Der Grundbaustein aller Silikate ist SiO4x-
Mit unserem Aqua-Check Messgerät messen wir den Anteil des Elements Silizium „Si“ in der beprobten Flüssigkeit.
Möchte man von diesem (im Gerät angezeigten) Wert auf eine bestimmte Silikatkonzentration schließen, so muss dieser Wert mit einem bestimmten Faktor (Verhältnis Element zu Molekül) berechnet werden.
Im Falle von SiO2 beträgt dieser Faktor: 2,139
Der Grundbaustein aller Silikate ist SiO4x-
Im Falle von SiO4x- beträgt dieser Faktor: 3,2786
Wenn die Frage nach der Silikatkonzentration dem allgemeinen deutschen Sprachgebrauch folgt, muss man den mit dem Aqua-Check gemessenen Silizium-Wert mit dem Faktor 2,139 multiplizieren, um den „Silikat-Wert“ zu erhalten.